Orientierungslos durch´s Leben?

Baum (c) Lache-Liebe-LebeEs gibt Menschen, die ihr Leben sowohl im Beruf als auch in ihrer Freizeit straff durchorganisieren. Ziele sind dazu gemacht sie zu erreichen und danach neue aufzustellen.
Solchen Menschen ist Sicherheit sehr wichtig. Sie wollen ihr Leben unter Kontrolle haben. Sich und anderen beweisen, wie diszipliniert man sich durchbeißen kann.

Klar, es gibt einige Menschen, denen macht dieses Leben Spaß. Sie wollen nichts anderes. Ziel- und damit orientierungslos zu sein können sie überhaupt nicht verstehen.

Was ist jedoch mit denen, die sich mehr oder weniger treiben lassen von den Gegebenheiten? Die sich finden lassen in einem Meer von Möglichkeiten?

Auch diese Menschen führen ein wertvolles Leben. Vielleicht so manche bunter und vielfältiger als ein zielgerichteter Mensch.

Für die anscheinend Orientierungslosen ist es meist wichtiger, dass bestimmte Werte eingehalten und gelebt werden, z.B. Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Selbstbestimmung.

Stellen Sie sich vor, es gäbe nur einfarbige Stoffe. Wie eintönig wäre unsere Kleidung. Die Mischung von Farben und Mustern macht einen Stoff einzigartig, unverwechselbar, lebendig.

So wie ein weniger zielgerichtetes Leben mal in diese Richtung und mal in eine ganz andere Richtung gehen kann. Die Mischung macht´s, solange die eigenen Werte eingehalten werden.
Erfahrungen verschiedenster Art werden am Wegesrand gesammelt, erweitern den Horizont, machen das Leben bunter. Wie der Blumenstrauß den wir auf einem Spaziergang über eine Wiese pflücken. Das Leben in seiner Fülle, Farbe, Einzigartigkeit.

So wie wir Menschen. Einzigartig und wertvoll mit jeder Faser und jeder Zelle.

 

 

 

 

Loben Sie mal wieder

LobenAlles was wir mit unseren 5 Sinnen wahrnehmen, was wir sehen, hören, fühlen, schmecken oder riechen wird von unserem Gehirn mit bekannten Erfahrungen, Erinnerungen und Mustern gefiltert. Unwichtiges wird verworfen, Wichtiges wird weiter verarbeitet.
Daraus entstehen Gedanken, Emotionen, Handlungen.
Eine Menge davon läuft inzwischen automatisch ab, z.B. sind wir uns nicht mehr bewusst, wie viele und welche Gedanken, Handlungen und Reaktionen wir brauchen um einen Fuß vor den anderen zu setzen.
In der Kindheit war dieser Prozess des Lernens durchaus schwierig und auch schon mal schmerzhaft. Und jeder unserer Fortschritte wurde von den Erwachsenen mit Lob und Beifall angespornt. Irgendwann haben wir es geschafft: Wir konnten laufen und sprechen. Und schon blieb das Lob aus und die Kritik war geboren, z.B. wie siehst du aus, wie sprichst du denn mit mir?

Wie oft und wofür haben Sie im letzten Monat ein Lob erhalten?
Und wie oft sind Sie getadelt oder zurecht gewiesen worden?

Es ist zur Normalität geworden, dass meist nur noch die schlechten Dinge gesehen werden und darüber gesprochen wird. Zitat von Journalisten: „Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht.“
Dies treibt uns oft in die Enge und es bleibt nur noch die Flucht, d.h. wir reagieren anstatt zu agieren.

Machen Sie Ihrem Partner mal wieder ein Kompliment und beobachten Sie die Reaktion. Oder Ihrem/Ihrer Arbeitskollegen/in.

Geschichte: Vom Traum der Wirklichkeit werden wollte

Es war einmal ein Mann, der hatte einen Traum.

Diesen Traum hatte er schon sehr lange und er dachte immer wieder wehmütig an ihn.

Der Traum selbst hatte sich riesig darüber gefreut, von dem Mann erdacht zu werden und er war ganz aufgeregt, denn irgendwann musste er ja umgesetzt werden.

Doch schnell erkannte der Traum, dass der Mann zwar viel an ihn dachte, aber nie wirklich etwas dafür tat, ihn Wirklichkeit werden zu lassen.

Das machte den Traum sehr traurig, denn er wollte doch so gerne wahr werden.
Er half dem Mann, so gut er konnte, indem er in den Gedanken des Mannes immer wieder wundervolle Bilder von seiner Erfüllung erscheinen ließ. Auch arbeitete er mit den Ideen zusammen, die gemeinsam immer wieder neue Vorschläge machten.

Doch nichts geschah.

Eines Tages wurde es dem Traum zu dumm und er machte sich auf die Suche nach einem anderen Menschen.

Quelle: Aus der Schatzkiste des Lebens von Tania Konnerth

Geschichte: Seesterne retten

seesterneEin furchtbarer Sturm kam auf. Der Orkan tobte. Das Meer wurde aufgewühlt und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.

Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf.

Am Strand lagen aber unzählige Seesterne, die von der Strömung an den Strand geworfen waren.

Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.

Da kam ein Mann vorbei.
Er ging zu dem Jungen und sagte: „Du dummer Junge! Was du da machst ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von den Seesternen ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Wa du da tust, ändert nicht das Geringste!“

Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging er zu dem nächsten Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer.

Zu dem Mann sagte er:

„Für ihn ändert es etwas!“

Quelle: Unbekannt

Das Leben in die Hand nehmen, die größte Herausforderung

Schritte (c) Gabi ZimnyEs ist die größte Herausforderung, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und zu ändern, wenn es nicht gut läuft.
Niemand ist besser darin uns zu betuppen als wir selbst.
Wir sind zwar manchmal unzufrieden mit uns, aber sich selbst ändern? Naja … morgen ist auch noch ein Tag.

Die Herausforderung ist noch größer, wenn man in der Depression steckt.
Da ist es gut, wenn jemand einfach nur da ist, zuhört, eine Hand reicht und ab und zu ein paar kleine Dinge abnimmt. Die eigenen Schritte brauchen eine Weile.

 Als Kind konnten wir auch nicht gleich laufen.

Erstmal konnten wir uns gar nicht bewegen, nur schreien und weinen.

Dann stellen wir irgendwann fest … wenn ich mich auf den Bauch rolle, kann ich mich irgendwie mit Händen und Füßen über den Boden robben. Die Richtung ist noch nicht steuerbar, aber es geht voran.

Je mehr wir üben, desto mehr Kraft und Energie bekommen wir.
Irgendwann klappt es dann auch auf Händen und Füßen krabbelnd die Richtung zu steuern und festzustellen, hey … da gibt es ja noch viel mehr zu entdecken als nur die Spieluhr über dem Bett und den staubigen Boden.

Wir werden neugierig
und ziehen uns am Tisch oder am Sofa hoch. Fallen x-mal auf den Bauch und den Hintern. Tun uns weh, schreien, weinen vor Schreck, Schmerz und auch Wut, dass es grad nicht geklappt hat. Es ging doch schon besser.

Wir werden von außen und von unserer Neugier angespornt, es immer noch einmal zu probieren. Bei jedem Üben werden wir besser, sammeln Erfahrung.

Dann kommt der Tag,
an dem wir ganz alleine stehen und den ersten kleinen Schritt wagen. Hinfallen, schreien, weinen. Und es nochmal probieren.

Und plötzlich steht uns die Welt offen.

 

Alles wird gut. Auch wenn wir es gerade nicht glauben können.

Übung: Zwischen 2 Stühlen

Zwischen 2 StühlenSie stehen gerade vor einer Entscheidung?

Lassen Sie statt Ihrem Kopf Ihr Herz oder Ihren Bauch entscheiden. Unser Kopf wird meist von einem Gefühl gesteuert. Erst ist das Gefühl da und dann versucht der Kopf das Gefühl in Worten auszudrücken.

Was war der erste Gedanke als Sie mit der Entscheidung konfrontiert wurden?
„Auja … das will ich.“ Oder „Naja, ich weiß nicht.“

Petra kann sich nicht entscheiden ob Sie mit Ihrem Freund zusammen ziehen soll oder nicht. Bisher läuft alles ganz gut. Sie haben viele Gemeinsamkeiten, die sie zusammen genießen. Aber es gibt auch ein paar Dinge, die sie an Ihrem Freund Lars stören.

Wir stellen 2 Stühle auf. Die Stühle können sich gegenüber stehen oder nebeneinander. Jeder Stuhl repräsentiert eine Entscheidung.

Petra entscheidet sich, die Stühle einander gegenüber aufzustellen. Der erste Stuhl steht für ein gemeinsames Leben mit Lars in einer neuen Wohnung.  Petra setzt sich auf den Stuhl, schließt die Augen, atmet 3x tief durch und tut so als ob sie bereits mit Lars in der neuen Wohnung lebt. Sie stellt sich vor, wie die Wohnung eingerichtet ist, was sie dort erleben, wer sie besucht. Vielleicht gibt es auch etwas zu riechen oder zu hören. Riecht es nach Land und Luft, nach Kaffee und Kuchen? Liegt leises Gemurmel der Freunde in der Luft oder das Zwitschern der Vögel aus dem Wald?
Petra bleibt eine Weile auf dem Stuhl sitzen, und spürt nach, wie sich diese Entscheidung für sie anfühlt. 

Sie wechselt auf den 2. Stuhl, in die vertraute Situation, in der jeder seine eigene Wohnung hat. Auch hier spürt sie wieder in sich hinein, wie sich das anfühlt. Was es zu sehen, zu erleben, zu riechen, zu hören gibt.

Nach diesem Experiment lacht Petra und sagt, dass die Entscheidung eigentlich schon lange klar war. Sie freut sich auf ein Zusammenleben mit Lars. Gleichzeitig hat sie auf dem ersten Stuhl auch gesehen, wie und wo sie gerne leben möchte.

Die Konsequenzen kann Petra jetzt noch nicht alle einschätzen. Es gibt keine Garantie, dass die beiden auf immer und ewig zusammenbleiben. Das Wichtigste ist jetzt, sie hat eine Entscheidung getroffen und der Kopf hört mit der Grübelei ob oder ob nicht auf. Stattdessen kann sie sich jetzt auf eine neue Erfahrung freuen.

Welche Entscheidung haben Sie zu treffen?
Wenn es mehr als 2 Entscheidungen für Ihr Thema gibt, dann stellen Sie entsprechend mehr Stühle auf.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren.

Wieso wir uns nicht entscheiden können

Wieso wir keine Entscheidungen treffen

© Gabi Zimny

Wir treffen jeden Tag eine Menge Entscheidungen.

– Stehe ich auf oder nicht?
– Gehe ich zum Job oder nicht?
– Frühstücke ich erst und putze mir dann die Zähne?
– Was gibt es zum Mittag-/Abendessen?

Das sind meist die leichtesten Entscheidungen, die wir am Tag treffen. Wobei die meisten Dinge nicht mehr bewusst als Entscheidung wahrgenommen werden.
Wir tun es einfach. Weil wir das schon immer so gemacht haben. Weil es gemacht werden muss.

Es gibt Entscheidungen, die sind nicht mehr „einfach so“ zu treffen.

Es ist eine Herausforderung, sich

  • für einen neuen Job zu entscheiden,
  • vom langjährigen Partner zu trennen,
  • den nächsten Urlaub zu buchen,
  • auf etwas Neues einzulassen.

Für andere kann schon beim Einkaufen die Entscheidung für eine bestimmte Marmelade zu einer echten Herausforderung werden.

Es ist die Angst,

  • etwas zu verpassen, wenn wir uns für das Eine und gegen das Andere entscheide.
  • die uns vor Gefahr bewahren will, wenn wir unbekanntes Terrain betreten. 

Mir fällt ein oft gebrauchter Spruch ein: „Angst vor … heißt Lust auf … “
Sicher trifft das in einigen Situationen zu. Allerdings, wer Angst vor Spinnen hat, hat nicht unbedingt Lust Spinnen näher kennenzulernen. Die Unterscheidung liegt zwischen Situationen, die objektiv real sind und Erfahrungen, die subjektiv real sind.

Weshalb fallen uns Entscheidungen oft schwer? 

Es könnte:

  • eine tatsächliche, reale Gefahr von der Situation ausgehen,
  • eine falsche Entscheidung sein,
  • den Verlust von Arbeitsplatz, Familie, Freunden bedeuten,
  • ja noch was Besseres auf uns warten,
  • Konsequenzen haben, die wir jetzt noch nicht kennen.

Weshalb können Sie sich manchmal nicht entscheiden?
Mit welchen Punkten können Sie die Liste ergänzen?

Wir grübeln und zerbrechen uns den Kopf.

Betrachten wir die einzelnen Punkte, sind es meistens Gedanken, die sich um die Zukunft drehen, die wir jedoch jetzt größtenteils noch nicht kennen können. Unsere Grübelei beschäftigt sich mit Annahmen. Annahmen, die wir im Moment jetzt und hier nicht beweisen oder widerlegen können.
Geht es um reine Fakten, können wir sehr schnell und meist intuitive eine Entscheidung treffen. Bei Fakten geht es darum, was uns wichtig ist. Da kann man leicht abwägen zwischen Plus- und Minuspunkten.

Wir können uns somit nur anhand der bisher bekannten Fakten und Erfahrungen entscheiden und uns überraschen lassen, ob die Entscheidung uns neue, gute Erfahrungen bringt oder alles beim Alten belässt. Vielleicht grübeln wir ja noch ein wenig weiter ob wir uns nicht doch für das Unbekannte hätten entscheiden sollen.

Wenn  Sie gerade bei einer Entscheidung feststecken, dann „Tun Sie doch mal so als Ob.“ Die Übung „Zwischen 2 Stühlen“ kann bei einer Entscheidung helfen.

Jammern erhält die Freundschaft

(C) Gabi ZimnyWie … du jammerst nicht?
Nicht mal ein bisschen?

Und nicht einmal übers Wetter?

Achso, dass das Klima im Klimakterium steckt und wir im Winter bei +10 Grad im Regen versauern, das ist kein jammern sondern beschweren.

Ja, stimmt, da gibt es schon einen Unterschied. Denn wenn wir jammern bedeutet dass, das wir gerade unzufrieden sind, aber selbst daran schuld sind. Und wir könnten daran selbst was ändern.

Wenn wir uns beschweren, bedeutet dass, dass wir gerade unzufrieden sind, aber … die anderen sind schuld und sollen gefälligst was ändern.

„Ich? … Nein, ich jammere nicht …. Ich doch nicht … naja, ab und zu beschwere ich mich über das Wetter, die hohen Spritpreise oder die rücksichtslosen Mitmenschen.
Wieso verdient die Kasulke mehr Geld als ich?
Dabei kommt die doch überhaupt nicht aus den Puschen.
Wenn´s um neue Aufgaben geht ist die Kasulke immer grad nicht da. Wenn ich mal nach Hilfe frage, hat sie immer ganz wichtige Projekte, die sie noch fertig stellen muss und dass sie sowieso keine Zeit hat. Aber ´ne halbe Stunde am Kaffeeautomaten mit 2 Kollegen aus dem Vertrieb schäkern, dafür hat sie Zeit.
Nebenher läuft noch Skype auf ihrem PC. Immer wenn die schnellt tippt, 1 Minute Ruhe ist, wieder schnell tippt, 1 Minute Pause, Grinsen auf dem Gesicht, schnell tippen, dann weiß ich, die tippt keine E-Mail, die chattet. Dann ruft noch zwischendurch der Mann oder die pubertierende Tochter auf ihrem Handy an. Besser noch per What´s App. Ich kann das Gepiepse von den ankommenden Nachrichten nicht mehr hören. „ Na Schätzchen, wie isset denn? Bisse fleißig? … Wo gehen wir denn heute abend Essen?“

Da krieg ich Zustände.
Wie soll ich da in Ruhe konzentriert arbeiten? Vor allem seit die Marlene aus der Buchhaltung mir gesteckt hat, das die Kasulke ein paar 100 Euros mehr im Säckel hat als ich. Das geht gar nicht.
Die arbeitet doch kaum. Und wenn doch, dann hat sie noch die Hälfte vergessen und ich muss hinterher noch nachbessern. Selbst x-mal erklären hat bei ihr nicht gefruchtet. Die hat einfach keinen Durchblick. Und kriegt dafür auch noch mehr Geld als ich. Ich versteh´s nicht. Aber jammern, nein … ich doch nicht.
Das sind doch Fakten, da geht´s nicht ums Jammern. Die soll mal ihren Arsch bewegen und ihre Arbeit vernünftig machen. Wofür verdient die mehr Kohle als ich?“

So oder ähnlich gehört?

Die anderen sind schuld. Die anderen sollen was ändern.
Sich beschweren bringt eh nichts. Da jammern wir lieber bei unseren Freunden, wie schwer wir es haben.
Das ändert zwar nicht die Situation, zumindest aber eine Zeitlang die Aufmerksamkeit der Freunde. Und die Gewissheit, dass der andere jetzt weiß „Ohne mich bricht der Laden zusammen.“

Auch gerne genommen im Jammertal:
Der Partner.
Wie sehr sich der Partner gehen lässt und wie wenig Aufmerksamkeit wir bekommen. Wie eintönig alles geworden ist. Früher, ja früher, da war alles schön. Der Partner soll sich doch bitteschön ändern, damit alles wieder so schön wird wie früher.
Aber jammern, nein … ich doch nicht.

Dafür haben wir Freunde.
Die hören zu.
Schenken uns für ein paar Minuten, Stunden, vielleicht sogar Tage, die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die wir woanders nicht bekommen: Was wir doch alles durchmachen und aushalten.

Was wäre, wenn
wir nicht mehr jammern, sondern zufrieden den Tag gestalten und erleben?

Wir hätten keinen Gesprächsstoff mehr.

„Du Elfriede, mir geht´s richtig gut. Die Kollegen arbeiten alle fleißig mit. Mein Partner bringt den Müll raus, bügelt seine Hemden und bringt mir jeden Freitag Blumen mit. Wie schon die letzten 3 Monate. Toll.“

Tja, was soll der andere da noch erwidern, außer vielleicht ein wenig sprachlos und neidisch drein gucken?
Vielleicht kommt auch ein „WOW … du hast ein Glück.“

Über was will man bei soviel Glückseligkeit stundenlang diskutieren? Da gibt es nix zu diskutieren. Das Gespräch endet hier. Oder man kriegt noch die Kurve:
„Das freut mich für dich. Hast du schon von der durchgeknallten Nachbarin 10 Häuser weiter gehört? Also was die letztens für ´ne Schote gebracht hat. Geht gar nicht. Also da war die doch tatsächlich ….“

Schwups … schon ist das Thema Glück durch. Die Anerkennung bleibt da eher dürftig.

Manchen Freundschaften würde ganz schnell die Gesprächsgrundlage fehlen und im Sande verlaufen, weil man merkt, man hat sonst keine Themen.
Oder niemanden dem es noch schlechter geht als mir.

Drum prüfe ob die Freundschaft hält, wenn einer denn das Jammern lässt.